117.
Politik soll Zukunft gestalten, doch dazu müsste sie erst einmal
die Barrieren der Gegenwart beiseite räumen.
118.
Wie wollen wir die Herausforderungen der Zukunft bestehen, wenn es uns
nicht einmal gelingt, die der Gegenwart zu bewältigen?
119.
Nur wer mit beiden Füßen fest auf dem Boden der Gegenwart
steht, kann gefahrlos den ersten Schritt in die Zukunft tun.
120.
Mit jedem Glockenschlag beginnt zugleich eine neue Gegenwart und ebenso
eine neue Vergangenheit. Für die Zukunft gibt es jedoch noch keine
Glockenschläge.
121.
Zukunft kann man sich nicht vorstellen, man muss sie gestalten.
122.
Hoffnungen auf eine bessere Zukunft sind wie Strohhalme, an die sich
ein Ertrinkender versucht zu klammern. Beides führt zum sicheren
Untergang, weil weder Hoffnungen noch Strohhalme eine tragfähige
Grundlage fürs Überleben sind.
123.
Wenn die Gegenwart keine Zukunft mehr hat, löst sich eine Gesellschaft
in Chaos und Anarchie selbst auf. Um das zu verhindern muss genau diese
Gesellschaft aus sich heraus führende Köpfe beauftragen in
der Gegenwart ständig Zukunftsperspektiven zu entwerfen, zu definieren
und um ihre demokratische Legitimation werben. Damit wird bereits die
Gegenwart zur Schicksalsfrage einer Gesellschaft.
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