85.
Wer mit dem Strom schwimmt, kehrt in die Vergangenheit zurück.
Wer gegen den Strom schwimmt, kämpft sich in die Zukunft.
86.
Wir fordern zwar immer wieder auf die Zukunft orientiert zu denken und
zu handeln; dennoch lassen wir uns gleichzeitig immer wieder von der
Vergangenheit einholen.
87.
In der Vergangenheit konnten wir noch sagen: Die Jugend ist unsere Zukunft.
In Anbetracht der demografischen Entwicklung müssen wir heute sagen:
Das Alter wird unsere Zukunft sein. Das deprimierende daran ist, dass
unsere Gesellschaft dann keine Zukunft mehr hat.
88.
Die Zukunft unserer überalternden Gesellschaft wird davon abhängen,
ob es uns gelingt, das Missverhältnis zwischen Alt und Jung umzukehren.
Damit müssen wir heute beginnen, wenn uns das übermorgen gelungen
sein soll.
89.
Macht anstreben und Macht haben heißt noch nicht, auch die Zukunft
zu gewinnen.
90.
Alter und Jugend haben stets den gleichen Abstand zur Zukunft, dazwischen
steht nur die Lebensuhr, die auf beides allerdings keine Rücksicht
nimmt.
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