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Meine politische Seite

Kommentare und Glossen zu aktuellen politischen Themen

 

Moritz

Es lohnt sich, über Politik nachzudenken

Die Beschäftigung mit der politischen Vergangenheit, ihrer Gegenwart und der Zukunft ist die Voraussetzung dafür, dass man weiß was geschieht, warum es geschieht und wie es geschieht.

Dieses Wissen wiederum ist die Voraussetzung dafür zu verstehen - oder auch nicht zu verstehen - weshalb Politik so und nicht anders abläuft.

Aus diesem Grund habe ich diese Seite gestaltet. Mit meinen Kommentaren zu aktuellen politischen Vorgängen möchte ich einen Beitrag leisten, sich möglichst aktiv mit Politik zu beschäftigen und auseinander zu setzen.

Denn:

"Politik soll Zukunft gestalten, tut sie es nicht, verwaltet sie nur die Gegenwart." (woko)

 

Unsere politische Kultur hat gelitten

Von Wolfgang Kownatka

20. Februar 2012. Der künftige Bundespräsident ist nominiert. Dass er von der Bundesversammlung im März gewählt werden wird, ist zweifelsfrei. Und dass Joachim Gauck ein guter Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland sein wird, davon bin ich überzeugt.

Nicht überzeugt hat mich, was sich vor allem unsere Koalitionsführung, und Christian Wulff mit seiner „Salamitaktik“ eingeschlossen, seit seiner Nominierung im Jahr 2010 so alles geleistet hat. Beschämend aber der Umgang mit dem höchsten Staatsamt, das zu einem Machtpoker um politischen Einfluss „heruntergewirtschaftet“  wurde – bis zuletzt.

Und nun eine „ganz große Koalition der Vernünftigen“ mit der Nominierung eines Mannes, der schon seit Monaten die Bundesrepublik Deutschland als deren Präsident hätte würdig vertreten können. Aber auch hier hat am Ende nicht die „Vernunft“ den Ausschlag gegeben, sondern der Druck der FDP, über deren Vorgehensweise man durchaus sehr unterschiedlicher Meinung sein kann. Sie hätte es ja auch bei der Wahl von Christian Wulff in der Hand gehabt, ihre heutige Überzeugung, Gauck sei der bessere Kandidat, schon damals deutlich zum Ausdruck zu bringen und uns damit auch das jüngste „Trauerspiel“ ersparen können.

Deshalb ist der „Jubel über den Coup“, nun der „Präsidentenmacher“ zu sein fehl am Platz. Eine Partei, die in der Wählergunst gerade einmal bei 2 – 3 Prozent liegt, dürfte sich damit keinen Gefallen getan haben. Die CDU/CSU wird ihr das nicht vergessen und die Einschätzung, dass es letztlich doch wieder Parteitaktik war, die zur Nominierung des künftigen Bundespräsidenten geführt hat, dürfte damit erneut bestätigt werden. Schade um Amt und Person aber auch schade um unsere politische Kultur.

 

 

 

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