181.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sitzen am „Runden Tisch“
und preisen einander ihre Vorzüge. Die Vergangenheit: „Ich bewahre, was aus der Gegenwart kommt.“ Die
Gegenwart zur Vergangenheit: „Durch meine Existenz ist die Deinige
erst möglich. “Die
Zukunft zu beiden: „Ihr hattet Eure Zukunft, doch die habt Ihr
an mich verloren.“
182.So
wie die Vergangenheit immer aus der Zukunft entstand, so entsteht
auch die Gegenwart stets aus der Zukunft. Die Zukunft aber wird
zunächst
mit ihrer eigenen Vision beginnen müssen bevor sie in der Gegenwart
zur Realität wird oder eine Vision bleibt.
183. Gleichgültig, wohin man schaut, man blickt immer in die Zukunft. Allein dem Astronomen ist diese Möglichkeit verwehrt. Er blickt ausschließlich zurück in die Vergangenheit.
184. Das geflügelte Wort: „Deine Zukunft liegt in den Sternen“, meint zwar die Zukunft, doch in Wirklichkeit ist es die Vergangenheit, die bekanntlich das Wesen von Sternen kennzeichnet; denn auch ein neuer Stern, wenn wir ihn „entdecken“, entstand bereits in der Vergangenheit.
185. Der Tod ist das Ende des Seins und gleichzeitig der Beginn
der Zukunft des ewigen Nicht-Seins.
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